Der Kammertürke
frei Interpretiert von Rico Demuth
Die Bezeichnung "Kammertürke" geht auf Friedrich III. von Brandenburg zurück, der nach dem Großen Türkenkrieg zwei türkische Kriegsgefangene als Leibdiener für seine Gemahlin Sophie Charlotte in den Dienst stellte.
Diese exotischen Diener wurden bald zum Statussymbol an europäischen Höfen.
Die Aufgaben eines Kammertürken waren vielfältig. Er diente seinem Herrn als:
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Persönlicher Diener: Er half bei der Kleidung, dem Essen und anderen persönlichen Angelegenheiten.
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Wächter: Er bewachte die Gemächer seines Herrn.
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Symbol der Macht: Er war ein sichtbares Zeichen der Macht und des Einflusses seines Herrn.
Auch die Diener am kurfürstlichen Hofe waren Türken, keine echten, aber eben als solche eingekleidet.
Wie berichtet wurden nur wohlgebaute und besonders große starke Männer zu diesen „Türken“ genommen, meist „wendischer Herkunft ..."
Unsere Türken im Erzgebirge sind demnach gar keine echten Türken, sie stammen aus Dresden und sind die Diener von August des Starken gewesen.
Glück Auf!
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